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Wasser sparen

Die wichtigste Lebensgrundlage ist das Trinkwasser. Der Mensch kann kein "neues" Wasser produzieren, er kann es nur dem Wasserkreislauf entnehmen und nach der Nutzung dem Kreislauf wieder zufügen - mehr oder weniger verschmutzt.

Durchschnittlich verbraucht ein Haushalt pro Person 47 m³ Wasser im Jahr, das sind rund 128 Liter am Tag. Der Wasserverbrauch pro Person im Haushalt entfällt auf:

Zweck

in Litern pro Tag

in m³ pro Jahr

 

Toilettenspülung

35

12,8

 

Duschen/Baden

40

14,6

 

Wäsche waschen

15

5,5

 

Geschirr reinigen

8

2,9

 

Körperpflege

9

3,3

 

Wohnungsreinigung

7

2,6

 

Trinken/Essenszubereitung

5

1,8

 

restliche Verwendung

9

3,3

 

 

Von der heutigen Durchschnittsmenge Wasser pro Kopf lassen sich ohne besondere spürbare Einschränkungen rund 10 - 15 % wertvolles Trinkwasser sparen.

1. Vermeidung von Wasserverlusten

in der Hausinstallation

Es gibt kaum etwas störenderes als ein permanent tropfender Wasserhahn. Nicht nur vom subjektivem Empfinden - es kann auch je nach Größe der Auslauföffnung bis zu 6.000 Litern Trinkwasser jährlich kosten. Auch in Toilettenbecken oder Spülkästen fließen kaum merklich kleine Rinnsale. Das treibt den Wasserverbrauch in die Höhe. Der stete Tropfen aus der Toilette oder dem Wasserhahn kann über das Jahr gerechnet soviel kosten, wie eine vierköpfige Familie normalerweise zu Trink- und Brauchzwecken benötigt.

 

Wichtig:

Bitte kontrollieren Sie daher in regelmäßigen Abständen den Verbrauch auf Ihrer Wasseruhr. Nur so erkennen Sie frühzeitig Leckagen in der Hausinstallation oder sonstige Undichtigkeiten.

 

2. Wasser sparen im Badezimmer

Wer duscht statt zu baden, kann eine Menge Geld sparen. Eine gut gefüllte Badewanne enthält ca. 140 Liter. Für das Duschen benötigt man im Durchschnitt lediglich 35 - 40 Liter Trinkwasser. Also lieber 3 mal ausgiebig duschen anstatt 1 mal zu baden.
Sie können noch mehr zum Wasser sparen beitragen, wenn Sie einen Duschkopf mit verminderter Durchlaufmenge montieren. So verringert sich der Durchfluss von normalen 20-25 Litern/Minute auf 8-12 Liter/Minute.

Zähneputzen:

Beim Zähneputzen lässt so mancher gerne den Wasserhahn laufen. Dabei geht es mit einem Zahnputzbecher genauso gut, ohne für die Zeit des Putzens das Wasser einfach ungenützt in den Abfluss laufen zu lassen.

Toilettenspülung:

Bis zu 9 Liter Trinkwasser geben "normale" Spülkästen ab, obwohl die Hälfte in den meisten Fällen reichen würde. Hier hilft die Spartaste, dadurch wird nur soviel Wasser verbraucht, wie wirklich nötig ist. Moderne Toilettenanlagen kommen mit 6 Litern oder weniger aus.

3. Wasser sparen beim Wäschewaschen

Etwa 17% unseres täglichen Wasserbedarfs verwenden wir lt. Statistik für das Wäschewaschen. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, mit weniger Trinkwasser auszukommen und die Umwelt nicht unnötig zu belasten.

• Nutzen Sie die Füllmenge Ihrer Waschmaschine optimal aus

• Leichter verschmutzte Wäsche wird auch ohne Vorwaschgang mit niedrigen
Temperaturen sauber. Bei stärker verschmutzter Wäsche sind 60o Celsius ausreichend. Hartnäckige Flecken sollten vorbehandelt oder eingeweicht werden

• Sparprogramme verwenden

• Dosieren Sie bitte das Waschmittel sparsam nach dem Härtegrad des Wassers. Unser Wasser gehört dem Härtebereich 2 an. Die Dosierungs-empfehlungen finden Sie auf jeder Waschmittelpackung.
Bei alten und reparaturbedürftigen Geräten lohnt sich die Überlegung, die alte Waschmaschine gegen eine neue auszutauschen. Noch vor 20 Jahren waren 200 Liter bei Vor- und Hauptwäsche die Regel. Heute kommen die Geräte bereits mit 48 Liter Wasser aus. Achten Sie beim Neukauf auf das "Energiegütesiegel". Die mit einem "A" gekennzeichneten Geräte sind die sparsamsten, das "G" steht für sehr hohen Verbrauch.

4. Wasser sparen in der Küche

Der Wasserverbrauch für das Spülen des Geschirrs von Hand oder in der Geschirrspülmaschine ist in etwa derselbe. Bei richtiger Beschickung eines modernen neuen Geschirrspülers kann dieser sogar erheblich sparsamer und wirtschaftlicher sein als der Abwasch per Hand.

• Starten Sie die Maschine erst, wenn sie optimal beladen ist

• Wählen Sie keine Vorwaschprogramme, nutzen Sie das Sparprogramm bei mäßiger Verschmutzung

• Vermeiden Sie es, das Geschirr unter fließendem Wasserstrahl vorzureinigen

• Um das Festtrocknen von Speiseresten zu verhindern, den Geschirrspüler bitte immer fest schließen

• Den Geschirrspüler genauso wie die Waschmaschine entsprechend dem Härtebereich (2) justieren, nur so kann das Salz zur Wasserenthärtung effizient und umweltschonend dosiert werden.